Es ist eine Installation aus 100 Kopfhörern. Die einzelnen Ohrstöpsel stehen auf einer 36 qm großen Kunstrasenfläche in hüfthohen Acrylglasstäben. Diese Art der Befestigung gibt den kleinen Lautsprechern die Möglichkeit zu stehen und sich trotzdem bei leichtem Luftzug hin und her zu wiegen. Es ist möglich und erwünscht sich in der Installation zu bewegen. Beugt man sich zu den Lautsprechern herunter, die alle eine Höhe von 1 – 1.20 m haben, sind Stimmen zu hören.
Die Gesprächsfetzen gehören zu 10 verschiedenen Menschen, die ein Gerücht erzählen. Der Inhalt des Gerüchtes schaukelt sich innerhalb der Installation hoch. Es wird über eine Frau gesprochen, die anfänglich noch als ein netter Neuzugang in einem Mietshaus gilt.In den Unterhaltungen wird sie mehr und mehr Opfer eines Rufmordes, so dass ihr unehelicher Sohn letztendlich als drogensüchtig gilt, sie selbst als leichtes Mädchen beschimpft wird, und einige Hausbewohner ausziehen wollen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem sozialen Lärm. Die Reflexion des eigenen Umfelds im Gespräch, weist darauf hin, wie Menschen sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Dabei werden aufgrund von Vorurteilen oft voreilige Schlüsse gezogen und Menschen ohne tatkräftige Beweise verurteilt.
Der Betrachter muß sich in der Installation befinden um sie anhören zu können. Aus diesem Grund verstehe ich die Arbeit als eine Verlängerung der Gesellschaft. Sobald man sich mit seinen Mitmenschen auseinandersetzt, befindet man sich in einem Umfeld, das versucht zu ordnen um zu verstehen und zu begreifen.