Radio

Geliehene Wörter
– Von Büchern, die wandern

Feature von Mareike Maage und Sebastian Peter

In jedem Bücherschrank finden sie sich: Wörter aus Büchern, die ihr „Besitzer― nicht selbst gekauft hat, die er sich ausgeliehen hat und die im juristischen Sinn nicht sein Eigentum sind; es finden sich aber auch die Lücken. Von Büchern verursacht, die man selbst verliehen hat, obwohl sie einem viel bedeuteten, in die man etwas hinein geschrieben hat oder in denen Widmungen stehen – und diese Lücken bleiben.

Im Feature erzählen Menschen ihre Geschichten über verliehene und geliehene Bücher. Die Episoden beinhalten Freundschafts- und Liebesgeschichten und solche, die mit den geliehenen Wörtern beendet waren: Leidensgeschichten eben. Musikalisch wird das Feature von dem Klangkünstler Sebastian Peter gestaltet.

Mit Geschichten von:
Annegret Bauer, Elisabeth Burchhardt, Christel Fallenstein, Esther Gerstenberg, Rudolf Gerstenberg, Clarissa Georgi, Kai Grehn, Bernhardt Hopfengärtner, Georg Lichtenegger, Mareike Maage, Sebastian Peter, Clivia Petrasch und Fabian Steinhauer.

Erstausstrahlung: Dienstag, 06.12.2011, 20.05 – 21.00 Uhr, NDR Kultur
Liveaufführung: Deutsches Nationaltheater Weimar, 20 Uhr, 28.02.2012

Regie: Giuseppe Maio
Redaktion: Joachim Dicks
Länge: ca. 53 min

Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners

Heinz von Förster, Jahrgang 1911, war ein leidenschaftlicher Physiker, Bergsteiger und Philosoph. Als Wissenschaftler hat er den Begriff der Kybernetik mitbegründet, die Grundlage der modernen Computerwissenschaft. Als Philosoph – beeinflusst von Ludwig Wittgenstein – war er Anhänger des radikalen Konstruktivismus, der eine objektive Wahrheit ablehnt und Wahrnehmung nur als subjektive Beobachtung gelten lässt. Für einen Physiker eine metaphysische Sichtweise.

Heinz von Förster interessierte sich auch für das Zaubern. Er liebte das Spiel mit Wahrnehmungen und Erkenntnissen. Auf die Frage, wie er als Wissenschaftler mit der Realität umgehen würde, sagt von Förster: „Realität, wo haben Sie die?“

Mit: Heinz von Förster, Humberto Maturana, Thomas von Förster, Albert Müller, Karl Müller, Peter Weibel und Andreas Ziemann

Erstausstrahlung: Montag, 07.11.11 um 23:05 Uhr
Wiederholungen: EinsLive, Plan B, 08.11.2011; BR Nachtstudio, 15.11.2011

Musik und Regie: Philip Stegers
Produktion: WDR 2011/ca. 53’
Redaktion: Leslie Rosin

Einen Monat später
– Japan vier Wochen nach dem Erdbeben

Einen Monat später
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Die Katastrophe, die Japan Anfang März 2011 erschütterte, hat weltweit die Diskussion um die friedliche Nutzung der Kernkraft neu entfacht. Doch wie reagiert die japanische Bevölkerung auf die Geschehnisse?

"So, jetzt wackelt's hier wieder“, twittert Johann Böhmer, der beim japanischen Sender NHK in Akita als Toningenieur arbeitet. Sofort nach dem Erdbeben am 11. März 2011 hat er damit begonnen, Familie und Freunde in Deutschland daran teilhaben zu lassen, was er bei seinem Arbeitgeber an Neuigkeiten erfährt. Immer wieder gibt es Nachbeben im Norden Japans und die Situation im Kernkraftwerk von Fukushima stabilisiert sich erst langsam. Trotzdem geht das Leben weiter, die morgendliche Soap wird wieder gezeigt, die Kirschblüte beginnt und an den Universitäten fängt Anfang April das neue Semester an.

Tokio ist ruhiger als sonst, am Abend dunkler, aber das finden einige, die hier leben, sogar ganz gut. Menschen aus anderen Ländern sieht man noch weniger als sonst, erst im Südwesten des Landes taucht hier und da ein ausländisches Gesicht auf. Mareike Maage zeigt in ihrer Reportage, wie die Menschen in Japan abseits des direkt betroffenen Gebietes auf die Katastrophe reagieren. Die Nahaufnahme porträtiert Menschen in den Städten Tokio, Nagoya und Hiroshima, die die täglichen Meldungen und Warnungen zwar erreichen, aber auf ganz unterschiedliche Weise betreffen und beschäftigen.

Erstausstrahlung: Freitag, 15. April 2011, 15.30 Uhr, Bayern 2
Wiederholung: Freitag, 15. April 2011, 22.30 Uhr, Bayern 2

Supercell

Supercell
Bild: Christian Kieschnick

Auf www.super-cell.org findet man einen Onlineshop der besonderen Art. Optimierte Körperteile, fluoreszierende Mücken als bewegliche Leuchtreklame und Kochbücher für wohlriechende Fürze. Nach der Gentechnik versucht nun die synthetische Biologie, in Organismen einzugreifen.

Wissenschaftler und Kreative sind aufgerufen, Anwendungen zu erfinden, auf die die Evolution noch nicht gekommen ist. Im virtuellen Supermarkt Supercell kann man schon einmal einen Blick auf die Produkte der Zukunft werfen, Produkte bewerten und die Anwendbarkeit auf das eigene Profil testen. Ausgedacht haben sich den Supermarkt Studierende des Institutes für Bioinformatik der Ruprecht – Karls - Universität in Heidelberg und Kunststudenten an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar, betreut von dem Bioinformatiker Prof. Roland Eils und der Künstlerin Prof. Ursula Damm.

Die Sendung „Supercell“ spielt im Supermarkt, ist eine Shoppingtour durch Formen und ein Blick auf die Möglichkeiten der synthetischen Biologie, aber hauptsächlich eine Geschichte über den Einsatz, den die Arbeit mit den Bausteinen des Lebens fordert.

Erstausstrahlung: Montag, 14. März 2011, 23 Uhr, WDR 3
Wiederholung: Dienstag, 15. März 2011, 23 Uhr, EinsLive; Deutschlandradio, 14.12.2011

Regie: Matthias Kapohl
Redaktion: Leslie Rosin
Länge: ca. 53 min

1Live Info

Gefördert vom Recherchestipendium der Initiative Wissenschaftsjournalismus, getragen von der Robert Bosch Stiftung, dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und BASF SE

Schlaflos in Aschersleben

Schlaflos in Aschersleben

Aschersleben; eine ostdeutsche Schrumpfstadt im Aufbruch. 2010, im Jahr der Internationalen Bauausstellung und der Landesgartenschau in der Innenstadt scheint es als blühe das öffentliche Leben noch einmal auf - trotz Abwanderung, Arbeitslosigkeit und Überalterung. Doch wo liegt in diesen turbulenten Tagen in Aschersleben der sprichwörtliche Hund begraben? Am Busparkplatz für die Gartenschautouristen? Am brachliegenden Schotterplatz an der Steinbrücke, oder auf dem idyllischen Stephanikirchhof? Ascherslebener und Touristen haben sich mit Ursula Achternkamp, Mareike Maage und Tom Gräbe auf die Suche nach den Orten gemacht, an denen man tatsächlich den Hund begraben könnte.

mit Tom Graebe und Ursula Achternkamp
Entstanden im Rahmen der Workshopwoche der IBA 2010
2010 Rundfunkpreis Mitteldeutschland, Länderpreis Sachsen-Anhalt

Möglichkeiten

"Das Leben ist tief, tiefer als der Tag gedacht", heißt es bei Nietzsche. In den (Un)Tiefen der kapitalistischen Verwertungslogik tauchen die Figuren des Hörspiels nach Dynamiken der Angst, Möglichkeiten sich zu tarnen und sich zu verständigen. Vor allem aber halten sie Ausschau nach Gedanken, die etwas mehr sind, als das was sie scheinen. Unterstüzt werden die Suchenden von Bazon Brock, Dietmar Dath, Friederike Mayröcker und Jonathan Meese.

Erstausstrahlung: 05.05.2010, 20 Uhr, Deutsches Radio Schweiz, DRS2 Info
Wiederholung: Deutschlandradio, 09. Mai 2011, 00.05 Uhr

Redaktion & Regie: Johannes Mayr
Text: Mareike Maage
Produktion Schweizer Radio DRS, 2010
Länge: ca. 45 min

The next Joseph Dunninger

Bild

Erstausstrahlung: WDR3, Soundstories, 30.11. 2009
Wiederholungen: EinsLive, 8. Dezember 2009, EinsLive Info;
Deutschlandradio, 08. Juni 2011, 00.05 Uhr;
NDR Kultur, 29. Juni 2011 20:00 Uhr, NDR Kultur Info;

mit Brigitte Felderer, Wolfgang Hagen, Walter von Lucadou, Reindjen Anselmi, Eberhard Bauer, und Hans- Peter Dürr
Regie: Detlef W. Meissner
Redaktion: Leslie Rosin
Produktion: WDR 2009
Länge: ca. 53 min

Hier und jetzt
- Über die Schwierigkeit, gegenwärtig zu sein

Erstausstrahlung: 27.11.2008 RBB Kulturradio - Perspektiven
Sprecher: Uta-Maria Torp, Gerd Grasse
Regie: Michael Meyer
Text: Mareike Maage
Redaktion: Dr. Eberhard Sens
produzierende Sender: RBB Kulturradio
Länge: 54`27 min
Info

Utopie und Dystopie
– Wunschräume am Ende unseres Horizonts

Erstausstrahlungen: 09.08. 2008 WDR3.pm
Sprecher: Karin Buchali, Martin Bross, Johannes B. Harth, Silke Linderhaus, Claudia Mischke, Bodo Primus, Ernst-August Schepmann
Ton und Technik: Alexander Hardt
Text und Regie: Mareike Maage und Moritz Fehr
Redaktion: Gabriele Faust
produzierende Sender: WDR3
Länge: 175 min
WDR3 Info

Idee und Realisation

Bild

Erstausstrahlungen: 03.03.2008 WDR3 open
Wiederholungen: 11. August 2008 Eins Live Plan B Soundstories,
3. Juni 2008 Bayern 2 Nachtstudio
Text: Mareike Maage
Ton und Technik: Timm Sander
Regie Assistent: F. Fleischer
Regie: Detlef Meissner
Redaktion: Leslie Rosin
produzierende Sender: WDR3
Länge: 52`08 min
Eins Live Info
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Konstruktion des Augenblicks
- Das Wesen der Erinnerung

Erstausstrahlungen: 06.10.2007 WDR3.pm
Wiederholungen: 26.01.2008
Sprecher: Karin Buchali, Sigrid Burkholder, Anja Niederfahrenhorst, Bodo Primus, Sebastian Schmeck, Hans Schulze
Ton und Technik: Alexander Hardt
Text und Regie: Mareike Maage und Moritz Fehr
Redaktion: Gabriele Faust
produzierende Sender: WDR3
Länge: 175 min
WDR3 Info
Skript als pdf

Archiv der Angst

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Ton und Technik: die Autoren
Text und Regie: Mareike Maage und Johannes Mayr
produzierende Sender: bauhaus.fm
Länge: 14`30 min
Archiv der Angst

Schutz und Geleit

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Sprecherin: Nicole Ernst
Ton und Technik: die Autorin
Text und Regie: Mareike Maage
produzierende Sender: bauhaus.fm
Länge: 22 min
2005, Info.pdf und Textbeispiel.pdf

Crashkurs für linke Theorieposer

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Erstausstrahlung: 06/2004 BR Zuendfunk, Radio Alice
Sprecher: Fabian Kühlein, Calixa Biron, Mirko Kubein
Ton und Technik: die Autoren
Text und Regie: Mareike Maage und Johannes Mayr
produzierende Sender: bauhaus.fm
Länge: 4`43 min
2004, Radio Alice

Was denkst Du gerade

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Sprecher: Nicole Ernst, Mark- Benjamin Puch
Ton und Technik: die Autorin
Text und Regie: Mareike Maage
produzierende Sender: bauhaus.fm
Länge: 5 min

Das Denken und sein Staat

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Erstausstrahlung: 05/2004 Radio Z Nürnberg
Sprecher: Calixa Biron, Martin Klemm
Ton und Technik: die Autoren
Text und Regie: Mareike Maage und Caroline Melerski
produzierende Sender: bauhaus.fm
Länge: 20 min
2004, Alternativer Medienpreis

Idee und Realisation erste Fassung

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Sprecher: Christin Apel, Roger Behrens, Marek Dutschke, Joanna Falkner, Rainer Figur, Dunja Funke, Gina Henkel, Marita Horwarth, Martin Klemm, Mareike Maage, Hans Wastlhuber
Ton und Technik: die Autorin
Text und Regie: Mareike Maage
produzierende Sender: bauhaus.fm
Länge: 25 min

Wellen Venedigs

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Erstausstrahlung: 06/2002 bauhaus.fm
Sprecherin: die Autorin
Ton und Technik: die Autorin
Text und Regie: Mareike Maage

mearomat DCX 3000

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Erstausstrahlung: 01/2002 bauhaus.fm
Sprecher: Hannah Leonie Prinzler, Konstantin Silin, Theresa Schubert
Ton und Technik: Mareike Maage und Theresa Schubert
Text: Christina Hirschberg und Mareike Maage
Regie: Mareike Maage und Theresa Schubert
TLM Hörfunkpreis 2002